Infrarotstrahler

Bei der Strahlung, auf die im Titel hingewiesen wird, handelt es sich physikalisch um die elektromagnetische “Strahlung” bzw. um elektromagnetische Wellen, die im Allgemeinen ein wirklich sehr weites Spektrum von Wellenlängen bzw. Frequenzen überstreichen. Das sichtbare Licht ist nur ein winziger Ausschnitt aus diesem Spektrum, das an seinem langwelligen Ende z. B. die Radiowellen hat und an der hochfrequenten Kante die Gamma- bzw. Kernstrahlung.

Die Infrarotstrahlung (IR), manchmal auch Ultrarotstrahlung genannt, weist mit ihrem Namen schon darauf hin, dass sie sich in der Nähe des roten Lichts befindet, aber eben doch von uns nicht mehr als solches rotes Licht erkannt werden kann, weil für die Reizung unserer Farbzellen im Auge eine gewisse Mindestenergie, d.h. eine Mindestfrequenz erforderlich ist. Die Wellenlängen des Infrarotbereichs sind aber schon so lang, dass sie im Auge keine Nervenimpulse mehr auslösen können, wohl aber auf unserer Haut, die diese Strahlung als Wärme empfindet. In Zahlen:

Der Infrarotbereich umfasst das Wellenlängen-Intervall von 1 mm bis 780 nm

[ein Nanometer (nm) ist ein milliardstel Meter, also in etwa das Zehnfache des Durchmessers eines Wasserstoffatoms.]

Im Frequenzraum entspricht dies dem Intervall von 300 GHz bis 400 THz.

Der Zusammenhang zwischen Frequenz und Wellenlänge ist eigentlich sehr einfach; beide lassen sich leicht ineinander umrechnen:

Lichtgeschwindigkeit = Wellenlänge x Frequenz

Der kleine Trick besteht lediglich darin, die Lichtgeschwindigkeit (im Vakuum), die ja bekanntlich 300.000 km/s beträgt, in m/s auszudrücken (1000-fach), und so große, aber auch extrem kleine Zahlen drückt man besser in Zehnerpotenzen aus, um nicht wichtige Nullen zu verlieren; daher dann auch die Vorbezeichner wie Giga oder Tera.

Es gibt noch einen wichtigen physikalischen Zusammenhang, nämlich jenen zwischen der Energie einer elektromagnetischen Welle und ihrer Frequenz:

Energie = Planck’sches Wirkungsquantum x Frequenz

Das Planck’sche Wirkungsquantum h ist eine extrem kleine Zahl, sagt aber hier als Proportionalitätskonstante ganz klar aus, dass die Energie um so größer ist, je höher die Frequenz der Strahlung ist. So gesehen lässt sich vielleicht auch verstehen, warum die Infrarotstrahlung früher manchmal als “kaltes Licht” bezeichnet wurde. Ihre Frequenz und damit auch ihre Energie ist kleiner als beim sichtbaren Licht. Eine weitere Plausibilität findet sich in der Astronomie, und damit kommen wir auch zu den Infrarotstrahlern.

Die Sterne sind sehr unterschiedlich in vielerlei Hinsicht, so auch bei den Frequenzsprektren, die sie in den Weltraum abstrahlen. Es gibt da sehr heiße und große O-Sterne, die ihre ganze Lebensenergie quasi sofort heraus pusten mit einer Strahlung, die sich im Schwerpunkt im hochfrequenten (blauen) Licht befindet. Diese Sterne sind mit paar Millionen Jahren auch extrem kurzlebig. Dann ist da als ganz normaler G-Stern z. B. unsere Sonne, deren Schwerpunkt bei der Ausstrahlung im moderaten, gelben Licht liegt; sie hat schon eine Lebenserwartung von mehr als 10 Milliarden Jahre. Geht man weiter in Richtung Langwelligkeit, kommt man z. B. zu den so genannten Roten Riesen, das sind Sterne im Todeskampf, und wie der Name schon sagt, strahlen sie überwiegend rotes Licht ab. Aber die Reise ins Langwellige geht noch weiter. Es gibt dann auch quasi viele unsichtbare, sozusagen ausgeglühte kleine Sonnen, die man auch als braune Zwerge bezeichnet, die vornehmlich im infraroten Bereich Wärme abstrahlen. Selbst unser Planet Jupiter ist solch ein Kandidat. Er war nicht groß genug, um in seinem Zentrum das atomare Fusionsfeuer zünden zu können, um selbst eine kleine Sonne sein zu dürfen. Aber immerhin beobachten wir heute, dass er im Langwelligen mehr abstrahlt als er von außen von der Sonne an Energie erhält; so ist auch der Jupiter ein Infrarotstrahler.

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass grundsätzlich jeder Körper, der Licht im Raum abgibt, zugleich auch ein Infrarotstrahler ist, ganz egal, wo sich der Schwerpunkt der entsendeten Lichtfrequenzen befindet. Im Übrigen brauchen wir uns gar nicht so weit in Weltraum bemühen. In unserem täglichen Leben begegnen wir tausendfach Infrarotstrahlern, das sind z. B. die Kollegen am Arbeitsplatz, oder die Kaffeemaschine, die gerade sprudelt, oder die Herdplatte, auf der gerade die Suppe erhitzt wird, oder das Auto, das unten auf der Straße vorbei fährt.

Vorbild Tageslicht – Umsetzung in die Beleuchtung

(CC BY 2.0) by Aah-Yeah - flickr

Obwohl wir es oft nicht bemerken – Licht spielt eine größere Rolle in unserem Leben, als wir denken. Das Licht beeinflusst den Biorhythmus des Menschen. Dies gilt vor allem für Tageslicht. Der Biorhythmus ist der natürliche Rhythmus, in dem sich unser Körper Tag für Tag befindet. Dieser wird beeinflusst von verschiedenen Einflüssen wie zum Beispiel Licht, aber auch von unserem Schlaf oder beispielsweise von der Jahreszeit. Außerdem ist natürliches Tageslicht gut für die allgemeine Gesundheit. Zudem ist es wissenschaftlich bewiesen, dass Menschen, welche viel Tageslicht ausgesetzt sind, fröhlicher und glücklicher sind.

Auch die frische Luft im Freien ist gut für den Körper. Das einzige Problem hierbei ist, dass man nicht immer draußen sein kann, um das Tageslicht zu genießen. Um gesunde Wohnverhältnisse zu erreichen, wird gesundes Licht, also Tageslicht benötigt. Es gibt diverse Möglichkeiten, wie das Tageslicht in die eigenen 4 Wände gebracht werden kann.

Eine Methode, wie Tageslicht in das eigene Haus gebracht werden kann, sind natürlich die normalen Fenster, die in jedem Haus vorhanden sein sollten. Tagsüber sollten die Rollläden der Fenster nicht geschlossen werden, damit das Tageslicht ungestört in den Raum eindringen kann. Wenn es das Wetter erlaubt, können die Fenster zusätzlich auch geöffnet werden, um den Raum mit gesunder Frischluft zu versorgen.

Vor allem in fensterlose Räume kommt das Tageslicht so gut wie gar nicht. Hier gibt es spezielle Systeme, welche im Mauerwerk sowie in der Decke verarbeitet sind. Innerhalb dieses Systems befinden sich mehrere Spiegel, welche das Licht von außen einfangen, und über das System und die Spiegel in den Raum reflektieren. So kann auch ein fensterloser oder relativ dunkler Raum ohne künstliches Licht erhellt werden. Auch für Flure im Haus oder in größeren Gebäuden ist dieses System praktisch.

Für Menschen, welche die direkte Sonneneinstrahlung im eigenen Zuhause oder in bestimmten Räumen vermeiden möchten, gibt es spezielle Rollläden, welche vor den Fenstern montiert werden können. Die Löcher in dem Sonnenschutz sind so geformt, dass sie das einstrahlende Licht direkt auf die Decke weiterleiten. So wird man nicht durch das Licht geblendet und kann trotzdem bei genügend Tageslicht angenehm arbeiten. Dies kann zum Beispiel beim Arbeiten am Computer hilfreich sein.

Solarzellen – gesundes Licht wird zu Strom

Solarzellen (Verena Matthew - Fotolia)

Erneuerbare Energien haben in den letzten Jahren einen immer höheren Stellenwert bekommen. Im Zuge der Klimaerwärmung und den auffallend häufigeren Umweltkatastrophen, nimmt das Interesse an alternativen Lösungen zu. Es lohnt sich daher, einmal einen näheren Blick darauf zu werfen:

Die wohl stärkste natürliche Energiequelle, die uns bis jetzt bekannt ist, ist unsere Sonne. Sonnenenergie kann vielfältig umgesetzt werden, am bekanntesten sind aber wahrscheinlich die „Solarthermie“ und die „Solartechnik“. In der Solarthermie wird das Sonnelicht dazu genutzt, Brauchwasser zu erwärmen; in der „Solartechnik“ um Strom zu erzeugen.

Was ist eine Solarzelle?

Damit die Stromgewinnung auch funktioniert, wird sich der „Photovoltaische Effekt“ zur Nutze gemacht. Dieser findet innerhalb einer Solarzelle statt. Eine Solarzelle ist das kleinste Element einer „Photovoltaischen Zelle“ – eine ca. 10 x 10 cm große Zelle, die durch Kontaktbänder auf der Vorder-und Rückseite mit anderen Zellen, in einer Reihe geschaltet, verbunden ist. Meistens bestehen Solarzellen aus Silicium, einer natürlichen Ressource, die, laut Wissenschaft, unbegrenzt vorliegt. Von Bedeutung ist allerdings, dass Silicium ein sog. „Halbleiter“ ist. Das heißt, Silicium wird mithilfe von Licht elektrisch leitfähig.

“Photovoltaik” – ein Kunstwort

Zu der oben genannten „Photovoltaischen Zelle“ gehören zusätzlich zu der Solarzelle noch weitere Elemente. (Das Kunstwort „Photovoltaik“ lässt sich übrigens ableiten von dem griechischen Wort „photos“, was Licht bedeutet und Volta, der Nachname eines bahnbrechenden italienischen Naturwissenschaftlers. Mit Photovoltaik bezeichnet man im Allgemeinen den Prozess der Stromumwandlung – Licht zu Netzstrom.)

Die “Photovoltaische Zelle”

Die „Photovoltaischen Zelle“ ist zusammengesetzt aus einzelnen Modulen, die sich jedoch wiederum aufsplitten lassen: Zu einem Modul gehören mindesten 36 Solarzellen, die miteinander verschaltet werden um deren Spannungswerte zu addieren; und ein Wechseltrichter, der den von den Solarzellen produzierten Gleichstrom in Wechselstrom(230 V) für den häuslichen Gebrauch umwandelt. Weiter wird der „frische“ Wechselstrom durch einen Einspeisezähler geleitet, der den einkommenden Strom im Strommesser misst. Natürlich gehören auch die Verkabelung und ein Montagegestell zu den notwendigen Bestandteilen.

In der Anwendung

Damit eine 4-köpfige Familie mit Strom versorgt ist – müsste man eine etwa 32m² große Fläche mit Modulen auslegen. Momentan würde eine solch große Solaranlage etwa 20.000€ kosten. Eine kostspielige Angelegenheit – aufgrund der teuren Herstellung. Falls sich aber „Photovoltaik-Anlagen“ in Zukunft als Massenprodukt durchsetzten, werden die Herstellungskosten erheblich sinken. Bis dahin allerdings, ist eine zusätzliche herkömmliche Stromproduktion ein Muss.

Gesundes Licht – welche Lichtfrequenzen sind schädlich?

Gibt es etwas wie gesundes und auch schädliches Licht?

Ja es gibt sowohl unschädliches, als auch schädliches Licht. Es kommt dabei auf die Frequenz des Lichts an.

Schädliche Lichtfrequenzen sind Frequenzen, deren Wellenlänge deutlich unter 400 Nanometer beträgt. Bei Licht mit einer Wellenlänge von unter 400 Nanometern spricht man von ultraviolettem Licht (kurz UV- Licht).

Warum ist UV Licht schädlich?

UV Licht hat eine besonders hohe Frequenz (hohe Lichtfrequenz gleich kleine Wellenlänge), somit haben die Photonen von UV Licht eine sehr hohe Energie im Vergleich zu Lichtphotonen, die im Spektrum des sichtbaren Lichts vorkommen (sichtbares Licht hat eine Wellenlänge zwischen 400 und 700 Nanometern).

Dieses UV Licht hat so viel Energie, dass es in der der Lage ist, Bindungen der Zellen der Haut zu zerstören. Dies kann im schlimmsten Fall zu Krebs führen.
Diese Wellen des UV Lichts kommen hauptsächlich im Lichtspektrum der Sonne vor. Deswegen sollte man bei starkem Sonnenschein nicht auf Sonnencreme verzichten.

Aber auch Infrarot Licht (Wellenlänge über etwa 700 Nanometern) ist nicht zwangsläufig unbedenklich für die Gesundheit. Denn Infrarot Licht regt Bewegung von Wasserteilchen an, die führt dazu, dass bei direkter Einstrahlung von IR Licht ein warmes Gefühl auf der Haut entsteht. Gerade dies kann bei zu intensiver Strahlung des IR Lichts zu Verbrennungen führen.

Und was ist nun unschädliches Licht?

Unschädliches Licht lässt sich grob auf ein Spektrum zwischen 400 und 700 Nanometern bezüglich der Wellenlänge des Lichts eingrenzen.
Diese Frequenzen dieses Lichtspektrums sind vom menschlichen Auge als Farben zu erkennen. Da die Photonen des Lichts im Vergleich zu UV Licht deutlich weniger Energie besitzen, sind diese für den Menschen nicht schädlich.
Bei Licht das dieses Spektrum „erfüllt“ kann man also von gesundem Licht sprechen.

Genau aus diesem Grund sollte man bei der Wahl von Beleuchtungskörpern darauf achten, dass genau dieses Spektrum von etwa 400 – 700 Nanometern von jenem Leuchtkörper ausgestrahlt wird. Wenn dies erfüllt wird, handelt es sich um ein relativ natürliches, nicht schädliches und somit gesundes Licht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass hohe Frequenzen (kleine Wellenlänge) bezüglich UV Licht schädlich sind und Lichtfrequenzen mit einer Wellenlänge zwischen 400 und 700 Nanometern gesund sind.

Sonnenlicht tanken – worauf müssen Sie achten?

(CC BY 2.0) by maral85 - flickr.com

Vor welchen Strahlen sollten Sie sich schützen?

Die Erkrankungen an Hautkrebs steigen jedes Jahr zwischen fünf und sieben Prozent. Experten sind sich einig, dass dieses Phänomen am unvorsichtigen Sonnenbaden liegt. Die gefährliche UV-A und UV-B Strahlung ist meistens der Grund für Melanome oder andere Hauterkrankungen. Da das Ozon jedes Jahr an Stärke verliert, wird diese Strahlung auch immer gefährlicher. Sonnenlicht ist wichtig für den Körper und muss daher trotzdem genutzt werden. Relativ gesundes Licht bekommt man in der Zeit vor 11 Uhr morgens und nach 15 Uhr nachmittags, denn in der Mittagszeit ist die Strahlenbelastung um bis zu 75 Prozent höher, als an den übrigen Tageszeiten.

Welche Krankheiten können entstehen?

Bekommt die Haut nicht genügend Schutz, kann sie sehr leicht verbrennen. Schon leicht rötliche Stellen sind als Sonnenbrand zu definieren und können schnell zu Melanomen führen. Ebenso können vorhandene Leberflecke und Muttermale eine Mutation in Form von Tumoren hervorrufen, die durch vermehrte UV-A und UV-B Strahlung entstehen. Genießt man zu viele Sonnenstrahlen, können Hautreizungen entstehen, die sich bis zu einer Sonnenallergie ausweiten können. Am gefährlichsten ist der schwarze Hautkrebs. Bei veränderten Muttermalen, die ins Schwarze wechseln, ist dringend ein Arztbesuch zu empfehlen. Dieser Krebs kann schon früh in andere Organe streuen und ist daher sehr gefährlich.

Wie können Sie sich schützen?

Experten empfehlen für das Sonnenbaden, außer den genannten Tageszeiten, eine Sonnenschutzcreme mit einem Schutzfaktor von 30 oder höher. Beim Kauf sollten Sie auch darauf achten, dass die Creme den Schutz gegen UV-A Strahlung beinhaltet. Auch im Schatten sollte man Cremes auftragen, da dort zwar die Strahlung um die Hälfte reduziert wird, jedoch trotzdem vorhanden ist. Außerdem sollten Sie Solarien vermeiden, da wissenschaftlich nachgewiesen wurde, dass durch regelmäßigen Konsum das Risiko an Hautkrebs zu erkranken deutlich gesteigert wird. Ab einem Alter von 35 empfehlen Ärzte außerdem einmal im Jahr den Körper nach Auffälligkeiten untersuchen zu lassen. Früherkennung ist auch bei Hautkrebs die beste Chance auf Heilung. Das Risiko sollte auf keinen Fall unterschätzt werden, denn jährlich erkranken 26.000 Menschen allein in Deutschland an der gefährlichen Krankheit, Tendenz steigend.

Licht und Luft – gesunde Wohnverhältnisse schaffen und Energie sparen

(CC BY SA 2.0) by Jean-Francois Gornet - flickr.com

Gesundes Wohnen umfasst einige Aspekte. So fallen darunter gesunde Beleuchtung, gesunde Luft und ein angenehmes und gutes Raumklima. Dass es beim gesunden Wohnen nicht nur um die Erhaltung der Gesundheit und Vermeidung von Allergien oder Erkrankungen geht, sondern gesundes Wohnen auch etwas mit Energiekosten und Energiesparen zu tun hat, möchten wir Ihnen heute zeigen.

Mit der richtigen Beleuchtung Energie sparen

Licht hat einen enormen Einfluss auf unsere Gesundheit. Dabei sind die Art des Lichts und der Lichteinfall entscheidend. Doch ist je heller gleich besser? Und wenn ja, wird das nicht auf Dauer ganz schön teuer? Besonders in der kalten, dunklen Jahreszeit stehen viele sowieso vor der Frage, was denn nun besser sei: das Licht nach jedem noch so kurzen Verlassen des Raumes ausmachen, dimmen oder besser anlassen? Was verbraucht mehr Energie? Wodurch spart man Strom und dadurch effektiv Kosten ein? Nachfolgend die wichtigsten Tipps zum richtigen, energiesparenden Umgang mit Licht.

  • Konventionelle Glühlampen durch Energiesparlampen ersetzen, welche rund 80% weniger Strom verbrauchen.
  • Räume optimal ausleuchten, das heißt, für jeden Raum ein individuelles, auf den Bewohner und die Wohneigenschaften ausgerichtetes Beleuchtungskonzept erstellen. Dadurch muss man nicht im Dunkeln sitzen und spart trotzdem Energie, indem nur die Stellen richtig ausgeleuchtet sind, die ständig oder häufig genutzt werden.
  • Hierunter fällt auch die Beleuchtung am Arbeitsplatz. Durch eine speziell positionierte Arbeitsplatzleuchte am Schreibtisch wird der Arbeitsbereich optimal ausgeleuchtet. Gleiches gilt für die Küche.
  • Nutzen Sie so oft es geht das Tageslicht. Sie sparen nicht nur
    Stromkosten, sondern tun auch Ihrer Seele und dem allgemeinen      Wohlbefinden etwas Gutes, denn Tageslicht ist gesundes Licht.
  • Licht im Treppenhaus und Fluren über Bewegungsmelder steuern.
  • „Der letzte macht das Licht aus“, ist nicht nur ein altbekannter Spruch, sondern auch eine Energiesparempfehlung. Das Licht sollte nach Verlassen des Raumes immer ausgeschaltet werden. Modernen Leuchtmittel schadet ein häufiges An- und Ausschalten nicht und sie verbrauchen dadurch nicht mehr Strom.

Durch richtiges Lüften und Heizen Energiekosten senken

Feuchte Wände und Schimmel in der Wohnung gehören wohl zu den schlimmsten Horrorvorstellungen von Mietern und Eigentümern und zählt in punkto Wohngesundheit zu den größten Risikofaktoren. Wenn der Schimmel erst mal in die eigenen vier Wände Einzug gehalten hat, ist er nur unter hohem finanziellen und materiellen Aufwand wieder zu entfernen. Ganz abgesehen von den gesundheitlichen Risiken für alle Bewohner. Dabei ist es relativ simpel, durch richtiges Lüften und Heizen, den Grad der Feuchtigkeit in den Wohnräumen zu regulieren. Im Folgenden geben wir Ihnen praktische Tipps zum Lüften und Heizen, um durch richtiges Verhalten die Entstehung von Schimmel zu vermeiden, ein gesundes Raumklima zu erhalten und auf einfache Art und Weise gleichzeitig Energiekosten einzusparen.

Richtig Lüften
  • Richtig Lüften heißt „Stoßlüften“, das bedeutet, dass mehrmals täglich bei geöffnetem Fenster für 5 – 10 Minuten (in der warmen Jahreszeit entsprechend länger) gelüftet werden sollte. Wichtig: In der Heizperiode die Heizkörper während des Lüftens herunterdrehen.
  • Das Lüften wird durch das Öffnen gegenüberliegender Fenster besonders effektiv, so dass ein Durchzug entsteht.
  • Wenn die Fenster in Kippstellung sind, kann nicht effektiv gelüftet werden, ganz im Gegenteil es wird sogar wertvolle Heizenergie verschwendet.
  • Je kühler ein Raum ist, desto häufiger sollte hier gelüftet werden.
  • Nach der Entstehung von Wasserdampf, also beim Kochen, Duschen, Wäschetrocknen (sofern Letzteres in der Wohnung nicht vermieden werden kann) immer sofort lüften und vermeiden, dass der Wasserdampf in die angrenzenden Räume gelangt.
  • Luftbefeuchter nur in Fällen einsetzen, die eine erhöhte Luftfeuchtigkeit erforderlich machen (z. B. bei Erkältung oder Erkrankung der Atemwege).
Richtig Heizen
  • Für jeden Raum gibt es Temperaturempfehlungen, an denen man sich für ein optimales Heiz- und Energieverhalten orientieren sollte: Wohn-, Kinderzimmer und der Küche sollten 20°C warm sein, das Badezimmer kann auf 21°C erwärmt werden und im Schlafzimmer sind 16°C für einen gesunden Schlaf völlig ausreichend.
  • Heizkörper nie komplett abstellen, sondern lediglich die Temperatur herabsenken, sonst kühlen die Räume zu sehr aus und die Wände strahlen Kälte ab.
  • Keine Vorhänge, Möbelstücke oder Verblendungen vor die Heizkörper stellen, da dadurch wertvolle Heizenergie verloren geht und sie deutlich stärker und länger heizen müssen, um die Wohnräume konstant angenehm warm zu halten.
  • Halten Sie unbenutzte, kühlere Räume, wie etwa das Schlafzimmer, tagsüber geschlossen, damit die warme und –leider auch- feuchte Luft aus den anderen Räumen nicht hineingelangt. Denn so kann sich dort Feuchtigkeit an den Wänden absetzen und Schimmel verursachen.

Winterdepression durch Licht behandeln

Die sogenannte Winterdepression, auch Saisonal Abhängige Depression (SAD) genannt, tritt in den Herbst- und Wintermonaten, meist zwischen Oktober und März, auf. Betroffene klagen über Appetitlosigkeit, eine gestörte Empfindung von Glücksgefühlen und ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Eine Winterdepression kann diagnostiziert werden, wenn die Symptome mindestens zwei Jahre aufeinanderfolgen, lediglich in den Wintermonaten auftreten und im Frühjahr wieder abklingen.

Ursachen der Winterdepression

Alle Depressionen, einschließlich der Winterdepression, werden verursacht durch einen Mangel an Serotonin. Serotonin ist ein Neurotransmitter, der für die Informationsübermittlung zwischen Nervenzellen zuständig ist. Die Abwesenheit von Serotonin beeinträchtigt die Gefühlswahrnehmung, dämpft das Hungergefühl und bewirkt Antriebslosigkeit und Müdigkeit.

Außerdem wird im Herbst, wenn die Tage kürzer werden, erhöht Melatonin freigesetzt. Dieses Hormon weckt das Schlafbedürfnis und ruft somit Erschöpfung hervor. Der Melatoningehalt im Blut steigt mit dem abschwächenden Tageslicht und bewirkt demzufolge die abendliche Müdigkeit. Durch blaues Licht, insbesondere Sonnenlicht, wird die Ausschüttung dieses Hormons abgeschwächt, weshalb der Mensch sich bei Beeinflussung von Sonnenschein vitaler und dynamischer fühlt.

Licht beeinflusst den Biorhythmus, und stellt die innere Uhr wieder richtig ein. Zudem regt Licht die Serotoninausschüttung an, sodass die einwirkenden Reize vom Gehirn wieder richtig verarbeitet werden können.

Behandlung der Winterdepression

Eine neue Möglichkeit die Winterdepression zu behandeln ist die Lichttherapie. Bei dieser Heilbehandlung wird der Betroffene bei einem Arzt oder im Krankenhaus unter einem bestimmten Beleuchtungskörper mit einer Beleuchtungsstärke von bis zu 10.000 Lux bestrahlt. Diese Lichtintensität entspricht etwa der eines leicht bewölkten Sommertages. Die Anwendung sollte täglich für eine halbe Stunde durchgeführt werden. Viele Patienten können eine Besserung der Symptome der Winterdepression nach nur einer Woche bestätigen. Allerdings sollte die Behandlung über mehrere Monate durchgeführt werden, um einem Rückfall vorzubeugen.

Selbstverständlich ist es ebenso heilsam im Winter bei gutem Wetter spazieren gehen und sich der direkten Sonneneinstrahlung auszusetzen. In diesem Fall kann nicht nur das Licht seine heilende Wirkung entfalten, sondern auch die frische Luft und die wohltuende Kraft der Natur kann den Betroffenen positiv beeinflussen.

Zu beachten ist jedoch, dass ein Besuch des Solariums bei einer Winterdepression nicht sonderlich wirksam ist. Die Leuchtröhren der Sonnenbank weisen einen sehr hohen UV-A-Anteil auf, welcher schädigende Auswirkungen auf die Augen hat, wenn diese nicht geschlossen gehalten werden. Da die Lichtaufnahme im Wesentlichen lediglich vom Auge registriert wird, kann die beabsichtigte Wirkung des Lichts sich im Solarium nicht entfalten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Lichttherapie bei einer Winterdepression sehr wohltuend wirkt, da Unausgewogenheit geglättet, Leistungs- und Belastungsfähigkeit erhöht und das Wohlbefinden wiederhergestellt wird.

Licht beeinflusst Biorhythmus und Raumwahrnehmung

Licht ist absolut zentral in unserem Leben. Nicht zuletzt schafft Licht via die Photosynthese die sogenannte “Grüne Lunge” der Erde, nämlich all die Pflanzenbestände weltweit, die – angeregt durch das Sonnenlicht – Kohlendioxid aus Luft und Wasser abbauen und Sauerstoff freisetzen. Allerdings sind bestimmte Frequenzbereiche des Lichts wie die UV-Strahlung unsichtbar und können Zellstrukturen zerstören. Und es gibt durchaus auch Pflanzen, deren Blüten sich ausschließlich während der Dunkelheit von Licht öffnen und nur in der Nachtzeit duften. Für einen funktionierenden Biorhythmus benötigt der Mensch Licht und Dunkelheit in den natürlichen Zeitabständen, sonst sind körperliche Beschwerden bis hin zu Krankheiten die Folge.

Die für die Erde zentrale Lichtquelle, die Sonne, gibt über den Tag verteilt Licht mit variierenden Anteilen an blauem Licht ab. Mittags ist dieser Blauanteil des Tageslichts am höchsten und sinkt zum Abend hin wieder. Blaues Licht verstärkt im menschlichen Organismus die Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit, aktiviert und wird daher zusammen mit rotem Licht, das sich beruhigend auf die menschliche Psyche auswirkt, dort in Beleuchtungskörpern eingesetzt, wo man zum größten Teil auf künstliche Beleuchtung angewiesen ist, aber den Biorhythmus des Menschen im ergonomischen oder medizinisch-therapeutischen Sinne positiv beeinflussen möchte.

Licht selber ist eine elektromagnetische Strahlung [sichtbare Frequenzen: ca. 400 – 790 THz] und enthält aufgrund der verschiedenen Wellenlängenbereiche ein großes Farbenspektrum. Das menschliche Auge, und hier im Speziellen die Zapfen der Netzhaut, kann Wellenlängen ungefähr im Bereich von 380 nm bis 750 nm als Farbe wahrnehmen. Das Auge als Lichtempfänger ist durch Photorezeptoren verschiedener Art in der Netzhaut auch hochsensibel gegenüber Helligkeitsschwankungen, so helfen beispielsweise die hochempfindlichen Stäbchen beim Sehen in der Dämmerung.

Licht ist damit ein wesentliches Wohnungsgestaltungselement und ein zentraler Produktivitätsfaktor via entsprechend [der Tätigkeit und dem Tätigkeitsgegenstand] ergonomisch gestalteter Beleuchtung am Arbeitsplatz. Die räumlichen Dimensionen werden durch die Art, Anzahl und örtliche Anbringung der Beleuchtungskörper und ihrer Leuchtmittel unterschiedlich ausgeleuchtet. Je nach Lichtstärke, Beleuchtungsstärke, aber auch je nach Reflexionsgrad der Farben und Flächen, auf die das Licht trifft, wird die Weite, Tiefe und Höhe eines Raumes vom menschlichen Auge verschieden wahrgenommen.

 

Spectral Leuchten – Licht als architektonisches Feature

Der Lichttechnikproduzent Spectral aus Freiburg bietet Lichtlösungen und Standardleuchten an. Es wird in-house in Deutschland produziert und auch beim Kunden montiert. Die Produkte der Spectral GmbH sind in zahlreichen, verschiedenen öffentlichen Einrichtungen installiert worden, darunter der Kölner Dom (Innenausleuchtung, tageslichtabhängig), Garden Towers Frankfurt (Hinterleuchtung der farbigen Foyer-Glaswand) und die Berlinische Galerie (Wallwasher), aber auch das Panoramabad Freudenstadt und die Harzburger Sole-Therme
Innerhalb des letzten Jahrzehnts wurden Leuchten von Spectral mit 34 Design-Preisen bedacht.

Die Produkte werden beim Lichttechnikspezialisten Spectral Leuchten so konzipiert, konstruiert und gebaut, dass die Materialien hochwertig, die Designs auf klare Linienführung reduziert und die Lichtwirkung dem optimal auf das jeweilige Projekt zugeschnitten ist. Der Design-Stil wirkt zurückgenommen und funktional in der Form, selbst verarbeiteter Kunststoff wirkt wertig, großflächige Leuchten wirken durch ihre Form und Art der Anbringung fast schwerelos. Der Hersteller achtet auf einen hohen Betriebswirkungsgrad, präzise Ausleuchtung bei gleichzeitiger Entblendung und hohem Sehkomfort. Spectral Leuchten sind benutzerfreundlich, d. h. sie sind einfach montierbar und Leuchtmittelwechsel und Reinigung erfolgen werkzeuglos. Im Ganzen handelt es sich bei Spectral Leuchten um ein Designprodukt, bei dem Licht im Raum und die Verbindung von Technologie und Form optimal in einander greifen. Spectral Leuchten werden vom Hersteller selber in folgende Leuchtenarten unterteilt:

Manche Leuchten sind als Freiformen oder in schwenkbarer Ausführung erhältlich. Auch Bewegungsmelder, Kabelmelder, Kabelaufroller und Tageslichtsensoren gehören mit zu den technologischen Optionen der Spectral Leuchten. Die Leuchtprodukte besitzen zudem unterschiedliche Möglichkeiten der Lichteinstellung: einige sind dimmbar, wieder andere können mit Farbfolien ausgestattet werden oder sind als Lichtband installierbar oder ermöglichen Lichtlinien.

Auch das Feature Farbtemperatur ist von zentraler Bedeutung, Denn warmes oder kaltes Licht ist in seiner atmospärischen Wirkung in verschiedenen Graden farbtemperiert. Dies ist beispielsweise auf LED-Basis steuerbar. Zu guter Letzt ist die Notlichtfähigkeit eine nicht unwesentliche und daher mit einzuplanende funktionale Eigenschaft.

Beleuchtungsstärke – Licht im Raum

Die Beleuchtungsstärke ist ein Begriff aus Lichttechnik und Ergonomie. Ohne Licht gibt es kein Leben und Licht beeinflusst in unserem Leben alles von der Sicht bis zur Stimmung.

Beleuchtungsstärke ist ein zentraler Begriff neben Lichtstrom (abgegebene visuelle Leistung), Lichtstärke (Lichtausstrahlung in eine bestimmt Richtung), Leuchtdichte (optisch wahrnehmbares Licht) und Reflexionsgrad (von einer Oberfläche reflektierte Lichtmenge).

Die Beleuchtungsstärke wird definiert als Maß für die Intensität des auf eine Fläche auftreffenden Lichtes (Lichtstrom geteilt durch Fläche), gemessen in Lux (lx).

Man unterscheidet im Arbeitsbereich die Nennbeleuchtungsstärke und die Mindestbeleuchtungsstärke. Beide wurden für verschiedene Arten von Räumlichkeiten und Tätigkeiten festgelegt und sind nachprüfbar. Mindest- und Nennbeleuchtungsstärken sind in europäischen Normen festgelegt. Aber auch Gewerbeaufsichtsrichtlinien der Länder können Leitsätze für den richtigen Umgang für Licht im Raum enthalten.

Nennbeleuchtungsstärke

Die Nennbeleuchtungsstärke bezeichnet die durchschnittliche Beleuchtungsstärke an einem Arbeitsplatz oder in einem Bereich eines Raumes, in dem eine definierte Aufgabe ausgeführt wird. Zudem bezieht sich die Nennbeleuchtungsstärke konkret auf den vom Hersteller oder gar einer Norm festgelegten mittleren Alterungszustand der verwendeten Leuchte(n). Standardmäßig wird der Wert der Nennbeleuchtungsstärke in der Horizontalen gemessen.

 

Messung

Die Messung der (Nenn-)Beleuchtungsstärke erfolgt mittels Beleuchtungsstärkemessgerät (Luxmeter/

Lichtmesser). Der Durchschnittswert der flächendeckenden, generellen Ausleuchtung eines Gesamtraumes ermittelt, indem man vorab gleichmäßig im Raum verteilte Messpunkte in 0,85 m Höhe festlegt. Es ist wichtig, dass diese Messungen während der tatsächlichen Arbeitsdurchführung stattfinden und auch direkt die Beleuchtung am Arbeitsplatz überprüft wird.

 

Generell gilt: Wird eine hohe Nennbeleuchtungsstärke benötigt, muss helles, weißes Licht durch Beleuchtungseinrichtungen ausgestrahlt werden. Ist hingegen eine geringe Nennbeleuchtungsstärke erforderlich, kann mit warmtonigeren künstlichen Lichtquellen gearbeitet werden.

Ziel ist es, dass die Beleuchtungsstärke folgende Punkte erfüllt:

Die Beleuchtungsstärke…
… entspricht der zu verrichtenden Tätigkeit, dem zu bearbeitenden Produkt – egal ob materiell oder immateriell, und der Art des Raumes, in der die Tätigkeit ausgeführt wird.
… ist umso höher, je detailhafter die zu verrichtende Tätigkeit und das zu bearbeitende Produkt.
… steigt mit der Kontrastarmut.
… ist gleichförmig ausgelegt für den gesamten Bereich der Aufgabenerfüllung [den es über die auszuführenden Tätigkeiten selber zu definieren gilt].
… ist gleichförmig gestaltet durch eine generelle und flächendeckende Raumausleuchtung auch einer gesamten Halle.